VITA

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Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist.

-Viktor Hugo

Die Mezzosopranistin bewegt sich im dramatischen Fach mit einer kompromisslosen künstlerischen Handschrift: kraftvoll, risikofreudig und von einer ungewöhnlichen Präzision getragen. Ihre Stimme vereint metallische Durchschlagskraft mit fein nuancierter Gestaltung, wodurch selbst extreme emotionale Zustände kontrolliert und klar gezeichnet erscheinen.

Ihre Arbeit kreist um die Frage, wie sich das innere Wesen einer Komposition sichtbar und hörbar machen lässt – als Verbindung von Stimme, Körper und Szene, als lebendiger Ausdruck jenseits bloßer Interpretation. Wesentliche Impulse hierfür erhält sie auch aus ihrer Zusammenarbeit mit dem Künstlerkollektiv Gruppe:7, in dem spartenübergreifende Ansätze und experimentelle Formen ihre künstlerische Perspektive erweitert und schärfen.

Ihre stilistische Bandbreite reicht von Oper und Operette über zeitgenössisches Musiktheater bis hin zu Lied und Oratorium. Engagements führten sie unter anderem an die Deutsche Oper Berlin sowie zu den Osterfestspielen Baden-Baden, wo sie als Madre di Cio-Cio-San in Madama Butterfly von Giacomo Puccini unter der Leitung von Kirill Petrenko mit den Berliner Philharmonikern auftrat – ein musikalischer Kontext, in dem sich klangliche Differenzierung und dramatische Präsenz auf höchstem Niveau begegnen.

Seit der aktuellen Spielzeit ist Natalie Jurk festes Ensemblemitglied am Landestheater Neustrelitz. Als Hexe in Königskinder von Engelbert Humperdinck und als Frau Pusebach in Frau Luna von Paul Lincke zeigt sie ihre Wandlungsfähigkeit zwischen Märchenoper und Operette – zwischen atmosphärischer Dichte und spielerischer Leichtigkeit.

In der vergangenen Spielzeit war sie am Theater Bremen engagiert. Dort war sie in der Uraufführung von Wellen von Elmar Lampson als Bella Buttlär zu erleben und schärfte ihr Profil im zeitgenössischen Musiktheater.

Zu ihrem Repertoire zählen darüber hinaus Rollen wie Marcelline in Le nozze di Figaro von Wolfgang Amadeus Mozart, Juno in Semele von Georg Friedrich Händel sowie Partien in zeitgenössischen Werken wie Coraline von Mark-Anthony Turnage und Georgia Bottoms von Georges Vajda.

Neben ihrer Operntätigkeit ist sie regelmäßig im Konzert- und Oratorienbereich sowie in renommierten Vokalensembles zu hören. Wichtige künstlerische Impulse im Liedbereich erhielt sie unter anderem von Matthias Wierig, Daniel Gerzenberg und Axel Bauni.

Natalie Jurk ist Preisträgerin des internationalen Paula-Salomon-Lindberg-Gesangswettbewerbs „Das Lied“ in Berlin und war Semifinalistin beim Wettbewerb „Schubert und die Musik der Moderne“ in Graz. Sie wurde vom Richard-Wagner-Verband gefördert und engagiert sich in der Konzertinitiative Live Music Now.

Geboren und aufgewachsen in Berlin, wurde sie maßgeblich in der Klasse von Prof. Albert Pesendorfer an der Universität der Künste geprägt. An der Hochschule für Musik Saar schloss sie zudem jeweils einen Bachelor im Fach Gesang und im Fach Querflöte ab – eine doppelte musikalische Perspektive, die sich bis heute in der Vielschichtigkeit ihrer künstlerischen Arbeit widerspiegelt.